Aktuelles

Reaktion des BV HEP auf PANORAMA Sendung

Von David Schmidt

Sehr geehrte Panorama-Redaktion,

Qualität des KiTa-Personals ist sehr wichtig. Ihr Bericht vom 23.03. diesen Jahres erzeugt eine gewisse Nachdenklichkeit, was die Zukunft der professionellen Betreuung in den bundesdeutschen Kindertagesstätten betrifft.

Als Berufsverband HEP in Deutschland e.V. sehen wir uns allerdings gezwungen, ihre Fehlannahme zu korrigieren, dass Heilerziehungspfleger/innen ausbildungsbedingt nicht als adäquate Fachkraft für die Leitung von einzelnen Betreuungsgruppen innerhalb von Einrichtungen der frühkindlichen Bildung anzusehen sind. Heilerziehungspfleger/innen sind häufig sogar als adäquate Fachkräfte zur Leitung ebendieser Einrichtungen eingesetzt und können sich in der Regel nicht über negatives Feedback beschweren - die an uns herangetragenen Rückmeldungen sind größtenteils positiver Natur.

Folgender Beitrag findet sich in der Kommentarspalte unter der Beitragsseite und spiegelt Ihre Fehleinschätzung wider:

„Anmerkung der Moderation:

Dass Heilerziehungspflger Fachkräfte sind, bestreitet auch niemand. Sie sind allerdings nicht dazu ausgebildet, Kita-Gruppen zu leiten. Dagegen richtet sich die Kritik. Die Redaktion"

Bitte schauen Sie sich die Ausbildungsinhalte dieses Berufes an: Diesem Schreiben ist ein Auszug der niedersächsischen Rahmenrichtlinien für das Fach berufsbezogener Unterricht in der Heilerziehungspflege-Ausbildung beigefügt, aus welchem sich klar ergibt, dass bereits in der Ausbildung Themen wie Organisation, Management und Leitungsfunktionen behandelt werden.

Der Berufsverband HEP in Deutschland e.V. kämpft seit Jahren für eine bundeseinheitliche Ausbildung und Qualitätsstandards sowie eine entsprechende Entlohnung und strukturelle Rahmenbedingungen in der Heilerziehungspflege - äußerst wichtige berufliche Themen, welche bisher leider ausschließlich länderspezifische Angelegenheit sind.

Dadurch kommt es auch vor, dass sich die einzelnen Inhalte von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Das wollen wir als Berufsverband HEP in Deutschland e.V. ändern.

Wir bitten Sie, bei der nächsten Gelegenheit eine umfängliche Richtigstellung der von Ihnen getroffenen Aussagen in der Sendung vom 23.03.2017 im selben Format (ausgestrahlt im TV) vorzunehmen.

Es sollte durch die Korrektur vor allem deutlich werden, dass Heilerziehungspfleger/innen fachlich hervorragend geschultes Personal darstellen - sowohl im Gruppendienst als auch in Leitungspositionen.

Für Rückfragen o.ä. wenden Sie sich bitte gern an die Ansprechpartner des Berufsverband HEP in Deutschland e.V..

Vielen Dank!

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Für ein gutes Bundesteilhabe-Gesetz! Ja zur Inklusion, aber nicht so!

Von Gerhard Hofbauer

Mitglieder und Aktive in den Betrieben der Behindertenhilfe
Bundesfachkommission Behindertenhilfe
Bundesfachbereichsvorstand
Gewerkschaftssekretär/innen bundesweit

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wie angekündigt, erhaltet Ihr mit dieser Rundmail einen Musterbrief an Bundestagsabgeordnete.

Schreibt vor allem an die Abgeordneten der Regierungskoalition.

Wir wissen aus anderen Aktionen dieser Art, dass jeder Brief wirkungsvoll ist.

Schreibt so bald wie möglich und schickt uns bitte eine Kopie zur Kenntnis (an Sabrina Stein, Fax 030/6956-3430 oder Mail sabrina.stein@verdi.de)

Wird der Gesetzentwurf nicht noch geändert, so wird in der Behindertenhilfe ein gesetzlicher Kostensenkungswettbewerb der Einrichtungen eingeführt – ohne ausreichende Qualitätssicherung und ohne wirksamen Schutz für die Beschäftigten. Personalabbau, Arbeitsverdichtung, Tarifflucht, Qualitätsverlust – alles was der Wettbewerb in Krankenhäusern und Altenpflege schon angerichtet hat, droht nun auch der Behindertenhilfe. Private Billiganbieter werden an Boden gewinnen und tariftreue Arbeitgeber unterbieten. 

Wir hängen auch die detaillierte Stellungnahme von ver.di zur Wettbewerbsklausel an.

Das Gesetz wird am 2. Dezember 2016 beschlossen. Am 7. November 2016 findet dazu eine Anhörung im Bundestag statt.

Wir wollen ein anderes, besseres Bundesteilhabegesetz!

Für ein gutes Bundesteilhabe-Gesetz! Ja zur Inklusion, aber nicht so!

Viele Grüße

Niko Stumpfögger, Catrin Przewozny

Bereichsleiter Betriebs- und Branchenpolitik, Gewerkschaftssekretärin Behindertenhilfe

 

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